Kranautomation
Im Bereich der Automation ist ein Schwerpunkt die Softwareerstellung und Lieferung von Funktionseinheiten zum Einbinden von Kranen ins logistische Umfeld.
Schritt 1: Kranpositionserfassungen

Die Kranpositionserfassung stellt ein Standardprodukt von GIPA dar. Als Positionsgeber können je nach Anforderung und Umgebung dort Laserdistanzmesser der Firma Lase oder Distanzmesser auf Mikrowellenbasis der Firma Symeo eingesetzt werden. Die Werte dieser Distanzmesser werden in der SPS aufbereitet und mit den Lastwechselsignalen verknüpft.
Damit stehen sie als auswertbare Daten einem Lagerverwaltungssystem zur Verfügung und werden diesem als Ereignistelegramme übermittelt. Je nach Infrastruktur (direkte Verbindung, Datenfunk, Datenschiene usw.) werden die Daten seriell oder über ein Breitbandfunk-Netzwerk dem LVS-Server übermittelt.
Schritt 2: Positionierhilfe

Eine einfache Erweiterung von Kranpositionserfassungen stellt die Positionierhilfe dar. Die Lagerverwaltung ist jetzt der aktive Partner der Kranpositionserfassung und übermittelt dieser in Abhängigkeit der aktuellen Istpositionen Aufträge mit Sollpositionen. Diese Position kann der Kranfahrer auf Tastendruck halbautomatisch anfahren. Der Vorteil ist ein schneller und coilschonender Transport, bei dem der Kranfahrer entlastet wird. Die Verantwortung wird jedoch dem Kranfahrer nicht abgenommen. So kann auf zusätzliche Sicherheitseinrichtungen (Zäune usw.) verzichtet werden. Eine Voraussetzung ist hier, dass der auszurüstende Kran über moderne Antriebstechnik (z. B. Frequenzumrichter) verfügt. Oftmals findet bei dieser Ausbaustufe eine redundante Ausführung der Messsysteme statt.
Schritt 3: Automatikkrane

Idealerweise fährt ein Kran vollautomatisch seine Aufträge. Falls keine ungeordneten Fahrzeuge be- bzw. entladen werden müssen (LKW's, Eisenbahnwagen) kann 24-stündig ohne Kranfahrer eingelagert, umgelagert oder Aggregate bedient werden. Gegenüber der Positionierhilfe sind vor allem die Sicherheitsanforderungen wesentlich höher. So ist die Steuerung nach Sicherheitskategorie 3 (durchgängige 2-kanalige Bearbeitung aller Sensorik- und Aktoriksignale oder Verwendung von Sicherheitssensorik) auszulegen. Desweiteren ist der Einsatz von Fehlersicheren Steuerungen Stand der Technik. GIPA hat bereits mehrere Automatikkrane mit unterschiedlichen Gütern (Coils, Container, Schüttgüter) mit verschiedenen Kranherstellern realisiert. Als Erweiterungen ist hier das vollautomatische Scannen der Güter zu erwähnen.

